Präsentationen

Eine Tourismusregion erleben

Am Mittwoch, den 09. Oktober 2016, besuchten die Open Erasmus Teilnehmer Brescia. Nach einer Busfahrt von 45 Minuten Dauer erreichten wir diese schöne Stadt und Marisa übernahm die Rolle der Reiseleiterin, indem sie uns die Sehenswürdigkeiten von Brescia näherbrachte. Unter anderem bekamen wir einen hohen Turm namens La Tomba de Cane zu sehen, der nach einem Hund benannt wurde und den unglaublichen Reichtum einiger Bürger von Brescia widerspiegelt. Ferner fuhren wir am alten, überfüllten Gefängnis Canto Bella vorbei, einem orange gestrichenen, von hohen grauen Zäunen umgebenen Gebäude. 

-         Die Handelskammer in Brescia

Danach kamen wir am Gebäude der “Conf.Commercio”, der Handelskammer von Brescia an, wo wir von Herrn Carlo Masolotti, dem Präsidenten, empfangen wurden. Wir alle nahmen Platz und die Vorträge begannen.

Brescia ist eine Provinz, die stark vom Tourismus lebt, allerdings nicht so groß und bekannt ist wie Mailand, aber dennoch viele Touristen anzieht. Auch hat Brescia nicht die pulsierende Energie anderer italienischer Großstädte, jedoch können die Menschen, die die Stadt besuchen, die gleiche kulinarische Qualität und beste Einkaufsmöglichkeiten vorfinden, ohne dabei in Lärm und Chaos zu versinken. In der Region Brescia, der größten Provinz Italiens, gibt es 17.000 Unternehmen, darunter 800 Restaurants und 710 Hotels. Durch die Zunahme großer Geschäfte und Einkaufszentren werden die kleinen, familiengeführten Läden mehr und mehr in den Hintergrund oder Ruin gedrängt, weshalb die Erkenntnis gewachsen ist, dass eben diese traditionellen Familienbetriebe stärker unterstützt werden müssen.

An diesem Punkt setzt die Handelskammer an und bietet besagten Läden finanzielle Unterstützung, damit sie ihren Geschäftsbetrieb weiterführen können. Auch gibt es Zuschüsse für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, was für Brescia von essentieller Bedeutung ist, um die Kultur und Geschichte dieser wunderbaren Stadt zu bewahren. Gerade in touristischer Hinsicht hat Brescia – außer einer Küste – alles zu bieten. In der Region liegen zwei große Seen, wobei der Gardasee sicherlich der bekannteste ist, aber auch ein beliebtes Skigebiet in den Bergen. Nach Mailand sind es gerade einmal 1 ½ Stunden, nach Verona nur 40 Minuten. Jeder zehnte Einwohner von Brescia betreibt ein eigenes Geschäft, wodurch ersichtlich wird, wie wichtig Wirtschaft und Handel für Stadt und Provinz sind. Auch der Export spielt eine große Rolle in Brescia, wo sich eines der ältesten Unternehmen weltweit befindet, der bekannte Waffenhersteller Beretta, den es seit dem 16. Jahrhundert gibt. Eisen und Stahl wurden in Brescia bereits seit dem 7. Jahrhundert abgebaut. Zuletzt erklärte uns Carlo noch, dass Brescia weltweit der Exporteur Nummer 1 für Kaviar ist

-          Chancen für junge Menschen

Beschäftigung: Chancen für junge Menschen (Palazzolo sull’Oglio)

Um sich auf eine Stelle zu bewerben, benötigt man die folgenden Dinge:

  • Einen Lebenslauf
  • Ein Anschreiben
  • Kontakt zur örtlichen Arbeitsagentur
  • Kontakt zu einer Zeitarbeitsfirma

Lebenslauf

Es ist wichtig zu wissen, dass es den perfekten Lebenslauf nicht gibt. Man muss Zeit und Energie dabei investieren, einen guten Lebenslauf zu entwerfen. Dieser sollte 2-3 Seiten lang sein. Angaben zur eigenen Person und zum schulischen und beruflichen Werdegang müssen darin enthalten sein. Darüber hinaus sollte man besondere Fähigkeiten erwähnen, z.B. Sprach- und Computerkenntnisse oder kommunikative Kompetenzen. Der Lebenslauf sollte dennoch kurz und bündig sein und das Wesentliche klar zur Sprache bringen. Er soll den Empfänger dazu anregen, mehr über den Verfasser herausfinden zu wollen.

In Italien wird zumeist die Vorlage „Europass“ verwendet, zu finden unter http://europass.cedefop.europa.eu/it

Anschreiben

Im Anschreiben sollte zum Ausdruck gebracht werden, warum man sich auf die Stelle bewirbt und man der perfekte Kandidat dafür ist. Man sollte kein allgemeingültiges Anschreiben verwenden, sondern dieses auf die Firma und die Stelle anpassen.

Das, Centri per l’impiego“ (CPI) ist eine Organisation, die einen bei der Stellenbewerbung unterstützt. Es hilft auch bei der Abfassung von Lebenslauf und Anschreiben.

Jüngere Menschen können sich in Italien als Freiwillige bewerben. So können sie erste Erfahrungen in der Berufswelt sammeln und erhalten im Gegenzug freie Kost und Logis sowie ein kleines Entgelt. Hierfür gibt es verschiedene Organisationen:

Es gibt für die jungen Menschen verschiedene Möglichkeiten, in Beschäftigung zu kommen. Diese sind:

  1. Arbeit
  2. Ehrenamtliche Arbeit
  3. Jugendaustauschprogramm
  4. Jugendarbeiter
  5. Projektarbeit (Civil Service, Dote Comune, Leva Civica)

Zu Punkt 1:

Für eine erfolgreiche Arbeitssuche sind folgende Schritte erforderlich:

  • Lebenslauf erstellen
  • Anschreiben erstellen
  • Kontakt mit der lokalen Arbeitsagentur aufnehmen
  • Kontakt mit Zeitarbeitsfirmen aufnehmen

Der Lebenslauf

Vorab zur Information: DEN perfekten Lebenslauf gibt es nicht. Die Gestaltung nimmt viel Zeit in Anspruch!

Der Lebenslauf sollte 2-3 Seiten umfassen und den echten Arbeitsstationen entsprechen, da im Falle eines Vorstellungsgesprächs diese Punkte abgefragt werden.

In Italien wird meist der sogenannte „EUROPASS“ als Vorlage verwendet.

http://europass.cedefop.europa.eu/it/home

Im Zuge dessen wird dringend empfohlen, eine seriöse E-Mail-Adresse anzugeben, diese regelmäßig abzurufen und auf Antwortschreiben zu kontrollieren.

Jugendliche Bewerber, die noch keine Berufserfahrung besitzen, sollten sämtliche Erfahrungen (Ehrenamt, soziales Engagement, Praktika etc.) dokumentieren.

Außerdem ist es wichtig, die jeweiligen Punkte genauestens zu beschreiben.

Beispiele: